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Unser Schirmherr Wigald Boning

Seit dem 12. Juni 2014 ist Wigald Boning offizieller Schirmherr des Dravet-Syndrom e.V.!

 

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Hier ein Interview, dass wir im April 2015 mit ihm geführt haben:

 

Frage: Warum haben Sie die Schirmherrschaft für den Dravet-Verein übernommen?

Antwort: Ich hatte im Familienkreis schon mal Erfahrung gesammelt mit einer Form von Epilepsie, die aber mit Dravet nicht vergleichbar ist. Ich kann mich dadurch ein kleines bisschen in das Thema hineinversetzen. Als ich dann eine Anfrage über Facebook erhalten habe, dachte ich mir:  Das ist doch ganz sinnvoll, da bin ich einigermaßen kompetent und es interessiert mich auch.

 

Frage: Dann haben Sie ja eine Vorstellung, was für eine Belastung Dravet für alle Beteiligten ist, oder?

Antwort: Ich denke, dass meine Fantasie knapp ausreicht, um mir das auszumalen.

 

Frage: Werden Sie überschüttet mit Anfragen, ob sie eine Schirmherrschaft übernehmen wollen?

Antwort: Überschüttet will ich es mal nicht nennen. Aber es gibt im Jahr schon durchaus ein, zwei Dutzend Anfragen. Dazu die private Post, die einfach im Briefkasten liegt und die anfängt mit: „Könnten Sie vielleicht…“ oder „Ich brauche Geld“ (Wigald Boning lacht). Es kann aber auch sein, dass ich bei einem Grillfest auftreten soll.

 

Frage: Und? Machen Sie das?
Antwort: Wenn ich einen Bezug dazu habe, bin ich aufgeschlossen. Aber wenn ich so gar nicht weiß, wer dahinter steckt oder ich einen kommerziellen Hintergrund vermute, dann eher nicht.

Frage: Was muss man als Schirmherr eigentlich machen?
Antwort: Weiß ich auch nicht. Ein schlaues Gesicht.

Frage: Das können Sie ja.
Antwort: Neulich habe ich mit mehreren Dravet-Müttern überlegt, wie meine Aufgabe aussehen könnte. Ich war ja in dem Sinne noch nie „Schirmherr“. Ich freue mich auf jeden Fall auf meinen Besuch beim Familientreffen am 9. und 10. Mai in Hamburg.  Abgesehen davon habe ich ja immer wieder Auftritte im Fernsehen, bei denen ich Geld für den guten Zweck gewinnen kann.

Frage: Sie engagieren sich ja nicht nur für den Dravet-Verein, sondern haben schon sehr viele Projekte unterstützt. Sie erwecken bei mir den Eindruck, dass Sie viele Dinge ernster meinen, als man es einem Komiker wie Ihnen zutraut.
Antwort: (zögert) Wenn Sie das so sagen.

Frage: Was ich eigentlich meinte: Wie schafft man es als Komiker, trotzdem in anderen Dingen ernst genommen zu werden?
Antwort: Da gebe ich mir gar nicht allzu viel Mühe. Wer einen partout nur für lustig halten will, kann das gerne tun. Es gibt schlimmere persönliche Schicksale, als nicht persönlich ernst genommen zu werden.

Frage: Sie stehen nach meinem Eindruck wieder mehr in der Öffentlichkeit, als sie das schon einmal getan haben.
Antwort: Das liegt aber im Moment nur an der Sendung  „Der Klügere kippt nach“, der von allen Zeitungen zerrissen wurde 
(lacht). Ich mache eigentlich immer gleich viel. Ihr Eindruck könnte entstanden sein, weil ich wenig darauf achte, wie groß das Forum ist, in dem ich auftrete. Das berücksichtige ich bei der Auftragsannahme gar nicht. Ob da jetzt zwei, drei, 50 oder 500 000 Zuschauer sitzen, spielt keine entscheidende Rolle. Ich stamme ja aus einer reinen Bankkaufleuten-Familie. Die haben sich aber auch nie für Geld interessiert.

Frage: Komisch.
Antwort: Waren auch alle nicht sonderlich erfolgreich als Bankkaufleute.

Frage: Sie haben immerhin einen anständigen Sohn zu Stande gebracht.

Antwort: Die einen sagen so, die anderen so. Danke aber an dieser Stelle.

 

Zur Person:

Wigald Andreas Boning wurde am 20. Januar 1967 in Wildeshausen bei Oldenburg geboren. Er ist Vater von Zwillingen. Er ist deutscher Komiker, Kabarettist und Moderator. Darüber hinaus ist er als Komponist, Musiker (seine Band „Hobby“) sowie Autor tätig. Zwischenzeitlich stellt er seine Stimme auch als Synchronstimme zur Verfügung, im Jahr 2014 für „Tarzan 3D als Jim Porter“. 2014 hatte er zudem sein Theaterdebüt in „Die Selbstanzeige“ im Schlosspark-Theater in Berlin und er hatte mit seinem Bühnenprogramm „Butter, Brot und Läusespray - Was Einkaufszettel über uns verraten“ großen Erfolg.

 

Wigald Boning ist ein durchaus ernsthafter und gebildeter Mensch und verfügt über ein ausgeprägtes Allgemeinwissen, welches durch seinen Wissensdurst ständig erweitert wird. Er interessiert sich für Jazz und klassische Musik. Zudem widmet er sich in seiner wenigen Freizeit gerne dem Ausdauersport, wie Joggen, Radsport oder Schwimmen (Bodenseequerung im Jahre 2014).